David Lauer

Prof. Dr. ....

Person

Mathematische Abstraktion, geometrische Körper, die Figur, der Kopf, sind Themen, die Lauers Schaffenswerk in über 50 Jahren bildhauerischer Arbeit bestimmten. Ataraxia, die Seelenruhe und innere Beständigkeit, ein von Epikur geprägter Begriff, ist sowohl essentielles Credo Lauers künstlerischen Schaffens als auch Name der Künstlergruppe die er 1997 mit Ingrid Dahn und Max Schmitz gründete. Lauers Skulpturen manifestieren die Performanz des Materials, die ihnen innewohnende Erdschwere, nicht nur durch ihre Masse – auch im kleinen Format hinterlassen die Arbeiten einen monumentalen Eindruck – die Verbindlichkeit seines Werks zeigt sich in jedem Format. Die oft gedoppelten und gepaarten Skulpturen mit den, dem Material inliegenden Freiflächen und Ausschnitten formen einen ebenso wichtigen Teil der Skulptur aus, den Zwischenraum: die nicht vorhandene, aus Luft bestehende Skulptur. In Wechselbeziehung mit dem monumental-physisch Vorhandenen steht das Nicht-Vorhandene, die ungefüllte Form. Lauers Skulpturen sind nicht aus dieser Welt, sie mögen dieser Welt entsprungen sein – ‘keine Zukunft ohne Herkunft’ – machen aber daraus entstehend eine neue, analoge Mythologie auf – ein genuin künstlerischer Vorgang, von dem sich Lauer sicher abgegrenzt hätte: Sein Schaffen bestand nicht im rauschhaften, spontanen Arbeiten; erst in der Zügelung der Phantasie, dem in Bahnen und in Form bringen, manifestiert sich seine Idee. Nicht nur das eigene Schaffen sondern auch die Lehre an der Staatlichen Akademie der Künste von 1974 bis 2004 sind wesentlich für Lauers Werdegang – als Ausdruck seines künstlerischen Selbstverständnisses und der Freude an der inspirierten Arbeit mit seinen Studierenden. Vielfältig sind auch die verwendeten Materialien und Techniken ob Bronze, Marmor, Stahl, Gips, immer in handwerklicher Perfektion ohne Platz für Fehler mit dem Streben nach Vollkommenheit. Gleichzeitig und demgegenüber stehen seine Zeichnungen, spontan mit Geschwindigkeit ohne zwischenstehendes Material, schnell und nicht weniger meisterhaft auf das Blatt gebracht.

Arbeiten

Vita